Powder, Baby!

 

Wenn Alex Huber sich auf seine Skier stellt, dann taucht er in eine atemberaubende und faszinierende Welt ein. Voll im Flow gleitet er durch den Pulverschnee und zieht seine Spuren. „Das fühlt sich dann fast wie fliegen an“, schwärmt der Kärntner Freerider.

Die ersten Schwünge

Am Berg auf einem Hof aufgewachsen, tourte er schon als Kind immer im unbefestigten Gelände und lernte das Skifahren auf den Hängen hinter dem Hof. Während er sich dann in der Jugend eher für das Snowboard interessiert hat und mit dem Board auch Contests absolvierte, entfachte die Leidenschaft fürs Skifahren mit der Einführung der gebogenen Twintip-Skier wieder. Seither ist er immer mit seinen zwei „Brettln“ unterwegs.

Safety first

Die Abfahrten im ungesicherten Gelände bieten den Adrenalinkick pur. Die Verhältnisse und das Gelände kann man aber nie zu einhundert Prozent einschätzen. Deshalb sollte man gute Grundkenntnisse in Lawinenkunde besitzen, bevor man sich von den gesicherten Pisten hinunter wagt. „Leider ist das Material mittlerweile so fehlerverzeihend, dass von der technischen Seite her fast jeder im ungesicherten Gelände fahren kann. Dadurch überschätzen sich viele Skifahrer leider auch selbst und dann kann es zu schlimmen Unfällen kommen.“ Aus diesem Grund hat Alex auch die Ausbildung zum Skilehrer und Skiführer absolviert. So ist er selbst sicher im Gelände unterwegs und kann sein Wissen auch aktiv an Beginner weitergeben. „Bei mir war es auch schon einmal brenzlig. Eine Lawine hat mich erwischt und ich war teilverschüttet, aber ich konnte mich Gott sei Dank noch selbst befreien.“

Kitsch am Berg

Neben den möglichen Gefahren des Freeskiing, gibt es aber auch wunderschöne Erlebnisse. Seine schönste Abfahrt hatte der Powder-Junkie übrigens in Innsbruck. „Am Neujahrstag, während die meisten noch den Rausch der Neujahrsnacht ausgeschlafen haben, bin ich rauf auf die Nordkette. Die Stadt lag im Nebel und nur einzelne Häuser haben in der Sonne geleuchtet und ich konnte am ersten Tag im neuen Jahr auf einem halben Meter unverspurtem Pulver(schnee) ins Tal fahren. Das war schon fast kitschig“, lacht er.

Vom Hobby zum Beruf

Heute trifft man Alex fast nie ohne seine Skier. Gemeinsam mit seinem Kollegen Christian Sölle gründete er 2017 das Unternehmen Heliski Alpe Adria und bietet Heliskiing in Nassfeld an. Zudem sorgt er mit seiner Skischule für mehr Sicherheit auf und abseits der Pisten. In seinen Kursen lehrt er das richtige Verhalten und stellt die wichtigste Ausrüstung vor. „Ich mache auch keine Tour mit Gästen, wenn die Verhältnisse nicht stimmen. Wenn ich alleine fahre, dann gehe ich auch mal ein Risiko ein, weil ich meine Grenzen kenne. Mit Anderen gehe ich die Sache viel gechillter an, weil die Sicherheit am Berg immer Vorrang hat.“