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Buckelpistenzauber

Buckelpisten Fahren ist nicht nur lustiger Zeitvertreib neben der präparierten Piste. Das Freestylen ist olympische Disziplin und erfordert hartes Training.

Wenn Laura Grasemann und Linus Merz sich die Piste hinunterstürzen, gleicht es einem Tanz. Beide fahren hauptsächlich Buckelpiste und sind mit dem Freestyle Team Mogul Germany international unterwegs.

Volle Körperspannung und dennoch weich in den Knien sein, das ist die Erfolgszutat für erfolgreiches Buckelpiste Fahren. Das Freestyle Skifahren beschränkt sich aber nicht nur auf die Buckelpiste. „Es ist eine Kombination aus technisch anspruchsvollem Fahren, Geschwindigkeit und akrobatischen Sprüngen,“ fasst Laura Grasemann den Sport zusammen.

Die Rennstrecke

Eine typische Rennstrecke ist ca. 200 bis 250 Meter lang und vier Spuren können befahren werden. Zudem werden zwei verschiedene Sprünge gewertet, bei denen die Rennläufer ihr akrobatisches Können unter Beweis stellen müssen. Im Endeffekt zählt die Technik 60 Prozent, die Sprünge zählen 20 Prozent und die Zeit auch 20 Prozent. Die Technik beinhaltet nicht nur die Skiführung, sondern auch die Körperhaltung und Falllinie. „Wenn man da verkrampft ‘runterfährt und aussieht wie ein Stock, gibt’s natürlich Punkteabzug“, lacht Linus Merz.

Buckelpiste für Anfänger

Die Buckelpiste ist nicht nur den Profis vorbehalten. „Ein durchschnittlicher Skifahrer kommt normalerweise sicher hinunter,“ meint Merz. Wichtig sei nur die Körperspannung, die solle man nicht verlieren. Verletzungen kommen entweder von der falschen Haltung, oder von der fehlenden Konzentration. Beide sind von diesen bisher glücklicherweise verschont geblieben. Außer ein paar blauer Flecken und Prellungen endeten die meisten Stürze harmlos. „Man darf sich einfach nicht einschüchtern lassen,“ betont Grasemann. „Und noch ein weiterer Tipp: Wenn man schnell über die Buckel fährt, ist es meist leichter, als sie langsam zu nehmen.“

Foto: Harald Marbler

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Foto: Harald Marbler

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Männerdomäne

Das Buckelpiste Fahren entwickelte sich als Männersport. Auch heute noch ist der Großteil der Sportler männlich. Der Trend geht aber hin zu einem ausgeglichenerem und gemischten Starterfeld. „Und das ist auch gut so,“ sind sich beide einig. Die Zahl und Leistungsdichte der weiblichen Athleten steigen enorm. „Wir sind da schon am richtigen Weg,“ freut sich Laura Grasemann. Die Frauen stünden den Männern in der Leistung schon länger um nichts mehr nach.

Laura Grasemann und Linus Merz

Beide Athleten starten für das Freestyle Team Moguls Germany. Lauras Leidenschaft für den Sport begann schon früh. Mit sieben Jahren meldete sie sich für den Skiclub an und fing sofort an, auf der Buckelpiste zu fahren. Ihr Traum vom Weltcup und den Olympischen Spielen, der zeitgleich begann, wurde zu Beginn belächelt. Heute hängt eine bronzene Weltcupmedaille in ihrem Zimmer.

Foto: Harald Marbler

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Linus fand über seinen Vater zum Buckelpiste Fahren und nach dem Eintritt in den Skiclub wurde das Freestylen zum Selbstläufer. Der 17-Jährige ist Deutscher Juniorenmeister und trat auch bei den Jugend-Weltmeisterschaften im letzten Jahr an.

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