tr?id=790146684351692&ev=PageView&noscript=1 ZANIER Gloves - hochwertige Handschuhe und Accessoires für Outdoorsport - You Never Know

You Never Know

Klaudia Bulgakow – eine der besten weiblichen Paragleiter-Pilotinnen der Welt erzählt in der Doku „You Never Know“ ihre Geschichte als Profi Sportlerin. Seit 2012 ist Klaudia Teil des Zanier Athleten Teams und holte sich 2013 den Paragliding Weltmeistertitel.

 

„Ich liebe, was ich mache. Ich will das machen, was ich liebe.“

Die gebürtige Polin war bereits als kleines Kind vom Fliegen fasziniert. Mit 17 Jahren war eigentlich das Motorradfahren ihre große Leidenschaft. Tatsächlich überredete sie ihre Mutter dazu, dieses gefährliche Hobby aufzugeben und stattdessen mit dem Paragleiten anzufangen. Die heutige Weltmeisterin war von ihrem ersten Tandemflug jedoch alles andere als begeistert. Aber wie auch der Filmtitel so schön sagt – You never know! Später verlor Klaudia ihr Herz voll und ganz ans Fliegen und verwirklichte sich ihren Wunsch, ihr Heimatland Polen in großen internationalen Wettbewerben erfolgreich zu vertreten.

Als ehemalige Eisläuferin und Tennisspielern wusste Klaudia, dass es hartes Training und Durchhaltevermögen braucht, um wirklich gut zu werden und ihren Traum zu verwirklichen. Mental fit zu bleiben ist für die Outdoor Enthusiastin neben dem physischen Training dabei nicht weniger wichtig. „Wenn man körperlich fit bleibt, arbeitet auch der Verstand schärfer und die Konzentration steigt“, so Klaudia.

Die Wolken riechen

Ohne Trainingsprogramme, Coaches und Mentoren war Klaudia zu Beginn ihrer Flugsportkarriere auf sich allein gestellt. Durch Beharrlichkeit und Engagement wurde sie zu einer der erfolgreichsten Pilotinnen: Europa-Podium 2016, Weltcup-Superfinal-Podium 2018 und vieles mehr. Im Jahr 2013 holte sich Klaudia, trotz vieler Schwierigkeiten, sogar den Weltmeistertitel. Klaudia will die Welt entdecken – das Paragleiten macht es möglich. Die Wettbewerbe rund um den Globus nutzt Klaudia also auch, neue Kulturen und Menschen kennenzulernen. 

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Die Dokumentation You Never Know

Im Film „You Never Know“, der hier ab Mittwoch, 27.05.2020, auf Reelhouse zu sehen ist, nimmt uns Klaudia mit auf ihre atemberaubenden Abenteuer rund um die Welt – aus einer völlig anderen Perspektive. Diese Dokumentation zeigt die Geschichte einer der erfolgreichsten Paragleiter-Pilotinnen die dieser Sport je sah. Klaudia zeigt mit ihrer Karriere, dass, wenn du etwas wirklich willst, dich niemand stoppen kann. Trotz schwieriger Umstände wurde Klaudia 2013 zur Paragliding Weltmeisterin. Dort ist sie aber nicht stehen geblieben. Für Klaudia sind allerdings weder Podiumsplätze noch Medaillen das eigentliche Ziel. Fortschritt, Streben nach persönlicher Entwicklung und gemeinsam mit Freuden Träume zu verfolgen – das sind Klaudias Lebensziele, die diese Doku in atemberaubenden Bildern zeigt.

Wir haben Klaudia Bulgakow vor dem Release ihres Films einige Fragen zu ihrer Passion Paragleiten gestellt und viel über ihre ungewöhnliche, sympathische Lebenseinstellung erfahren.

Klaudia, welche Herausforderungen hat der Film Dreh mit sich gebracht?

Die erste Herausforderung war schon mal, das passende Produktionsteam zu finden. Ich wollte, dass die Leute, die auf diese Reise mit mir einsteigen, keine Ahnung vom Fliegen haben. Sie sollten erst durch den Dreh mich und den Sport kennenlernen. Bei der Dreharbeit haben insgesamt 6 Leute in unterschiedlichen Produktionsphasen mitgearbeitet. Der Kameramann war der einzige, dem beim Fliegen und Drehen nicht schlecht wurde. Der Sound Operator war gleichzeitig lizensierter Drohnenpilot. Dass die Filmcrew nie Gleitschirm geflogen ist, war andererseits wieder eine Herausforderung, da wir Arbeitsprozesse und Sicherheitsmaßnahmen erst ausarbeiten mussten. Dadurch haben wir großes Vertrauen aufgebaut, haben uns gut verstanden und effizient gearbeitet. Der Dreh hat richtig Spaß gemacht.

Für die perfekten Spots, die zahlreichen Wettbewerbe und deine Projekte reist du ständig um die Welt. Vermisst du manchmal dein Zuhause?

Ich reise seit 2005 sehr intensiv, in Polen bin ich maximal zwei Monate im Jahr. Ich fühle mich mittlerweile an vielen Orten der Welt daheim. Am meisten zu Hause fühle ich mich in den Alpen. In der Zugspitzarena (Tirol, Austria) und Annecy (Frankreich). Aber auch auf der Insel La Reunion, in Baixo Guando (Brasilien) und Valle del Bravo (Mexico). Also von welchem Zuhause reden wir genau? Aber Spaß bei Seite. Durch meine ständigen Reisen hat es sich für mich jahrelang nicht gelohnt, eine Wohnung zu haben. Genau das - ein Homebase – habe ich am meisten vermisst. Dieses Zuhause hab ich jetzt in Tirol gefunden und merke, wieviel mir das bedeutet.

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Woher kommen dein beeindruckendes Durchhaltevermögen und dein Kampfgeist?

Aus der Leidenschaft. Ich liebe, was ich mache. Ich will das machen, was ich liebe. Ich schaue immer nach vorne und lerne aus der Vergangenheit. Herausforderungen sehe ich als etwas, woraus ich lernen kann und was mich stärkt. Ich liebe das Leben und ich will es voll leben. Ich sag immer „Es ist nicht vorbei, bis es nicht vorbei ist“. Das heißt zum Beispiel: So lange ich nicht gelandet bin, werde ich kämpfen, um ans Ziel zu kommen. Solange ich Kraft habe, werde ich nach der Erfüllung meiner Träume streben. Was ich auch gelernt habe: manchmal ist es auch wichtig, einfach los zu lassen und den Dingen Zeit zu geben. Dann passiert manches ganz von alleine. Die Probleme lösen sich, ohne viel dazu tun zu müssen. Man muss sich auch Zeit nehmen für Regeneration, Reorganisation und Reflektion.

Denkst du manchmal darüber nach, wie es wäre, wenn du beim Motorradfahren geblieben wärst?

Eigentlich nie. Aber ich wäre wahrscheinlich Weltmeisterin im Motorsport geworden (lacht). Einfach, weil ich bei allem was ich mache so gut als nur möglich sein will. Ich bin sehr wettbewerbsfähig, was für mich auch heißt, dass ich immer besser werden will. An Wettbewerben teilzunehmen ist die beste Schule. Man sieht sehr schnell, welche Fortschritte man gemacht hat und woran man noch arbeiten muss.

Welche sind die besten Spots für dich zum Paragleiten?

Das ist eine sehr schwierige Frage. Es gibt kaum Orte, wo ich war und mir dann gesagt habe: „nie wieder“. Ich liebe Flachlandfliegen – dort fühle ich mich daheim. Ich mag auch die Kombination aus Flachland und Bergen. Dazu fallen mir Regionen wie das Cauca Tal in Kolumbien, die Region um Krusevo in Mazedonien oder Sopot in Bulgarien ein, auch Orte mit kleineren Hügeln wie der Südosten von Brasilien. Die Berge sind etwas Besonderes für mich, wobei ich die Alpen am meisten mag. Ich kann einfach keinen bestimmten Ort nennen, weil es so viele sind.

Was reizt dich beim Fliegen am meisten?

Ich vermute - wie so viele – die Freiheit. Aber auch völlig im Moment zu sein, mit Vögeln zu fliegen, die Welt aus einer anderen Perspektive zu betrachten, den Wind im Gesicht zu spüren. Die Wolken zu riechen, mit Freunden zu fliegen und mit 120 anderen Gleichgesinnten in die gleiche Richtung zu fliegen, miteinander die Thermik drehen. Danach zusammen zu hocken und Stories zu erzählen, sich miteinander zu freuen. Die Lektionen die ich bei jedem Flug lerne, die Verbundenheit mit der Natur und anderen Leuten, das reizt mich beim Fliegen.

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Klaudia Bulgakow lebt ihren Traum wahrhaftig. Jeden Tag ist sie aufs Neue dankbar für ihren Lifestyle und die vielen großartigen Menschen, die im Laufe ihrer Reisen zu Freunden wurden. Das spürt man bei Klaudia, einer unglaublich authentischen Athletin, aus vollem Herzen.

Fotos: Jara Sijka

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