Kälteempfinden ist individuell. Ganz sicher hat jeder diese/n eine/n Freund/in, die/der für euch ganz unverständlich viele Schichten mehr oder weniger Bekleidung benötigt als ihr selbst, stimmt‘s? So passt sich also jeder ganz unterschiedlich den Temperaturen an. In unserer Alpenregion stößt man mit hohem Kälteempfinden im Winter an Grenzen. Auswirkungen von Kälte auf den menschlichen Körper sind Taubheitsgefühl oder Zittern, und beides ist auch ganz normal. Wenn Frieren jedoch schmerzhaft wird, und sich Finger oder Zehen blass verfärben, steckt womöglich etwas anderes dahinter. Schon mal etwas vom Raynaud-Syndrom gehört?

Auslöser & Symptome

Unterschieden wird zwischen dem primären und sekundären Raynaud-Syndrom: Das primäre Raynaud-Syndrom ist im Normalfall harmlos und die Ursache für die Erkrankung kann nicht eindeutig festgestellt werden. Das sekundäre Raynaud Syndrom geht meist mit diversen Grunderkrankungen einher. So kann es zum Beispiel durch Krankheiten, Verletzungen, Vererbung oder bei Überdosierung von bestimmten Medikamenten zu diesem Leiden kommen.

Die Symptome des Raynaud-Syndroms zeigen sich meist als Antwort auf Kälte, doch auch emotionaler Stress kann der Auslöser sein. Die Verengung von Blutgefäßen in solchen Situationen ist eigentlich eine natürliche Schutzreaktion des Körpers. Beim Raynaud-Syndrom reagieren die Blutgefäße jedoch zu intensiv auf diese Reize – schmerzhafte, meist anfallsartige Verengungen der Arterien sind die Folge. Die Finger der Betroffenen werden dadurch kühl – verbunden mit einem Taubheitsgefühl sowie einer Farbveränderung in einem oder mehreren Fingern. Lässt das Taubheitsgefühl nach, tritt häufig ein stechender oder prickelnder Schmerz auf. Beim sekundären Raynaud-Syndrom können durch den Sauerstoffmangel der betroffenen Stellen zudem schwere Gewebeschäden entstehen.

Was tun?

Schnelle Abkühlung sowie Verletzungen der Finger sollten vermieden werden. Zusätzlich helfen Bewegung, durchblutungsfördernde Massagen und der Verzicht auf Nikotin und gefäßverengende Medikamente. Am wichtigsten ist es aber, dass sich am Raynaud Syndrom Erkrankte schon im Vorhinein vor Kälte und Feuchtigkeit gut schützen. Dabei soll der ganze Körper, insbesondere jedoch die Finger und Zehen, durch entsprechende Bekleidung warmgehalten werden. Heute bieten beheizbare Skihandschuhe den idealen Schutz für am Raynaud-Syndrom erkrankte Menschen.

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6 Fragen an Anne Wangler

Anne Wangler, professionelle Freeriderin und jahrelanges Mitglied der #zanierfamily, ist selbst vom Raynaud-Syndrom betroffen und hat uns in einem Interview einiges darüber erzählt:

Wann und wie wurde bei dir das Raynaud-Syndrom diagnostiziert Anne?

Solange ich mich erinnern kann, habe ich diese Krankheit. Ich denke jedoch, dass es mit der Pubertät schlimmer geworden ist. Diagnostiziert wurde es erstmals vor etwa 10 Jahren. Ich wurde von mehreren Spezialisten untersucht, bin quasi durch ganz Deutschlang getourt - Koblenz, München, Berlin. Leider gibt es keine wirkliche Aussicht auf Heilung.

In welchen Situationen frierst du besonders stark?

Ich habe zunehmend Probleme in Temperaturbereichen zwischen +15°C und -10°C. Die feuchte Kälte macht mir besonders zu schaffen. Die Körperkerntemperatur ist zudem meist normal, ausschließlich Hände und Füße sind betroffen.

Welche Symptome zeigen sich bei dir?

Finger und Zehen werden weiß, werden nicht mehr durchblutet. Ich spüre nichts mehr - nur den Schmerz, den das Ganze auslöst. Bei schlimmen Anfällen beeinflusst das nicht geringfügig mein Kreislaufsystem. Ich werde kurzatmig, kann mich nicht konzentrieren, nicht klar denken und die Schmerzen werden mit der Länge des Anfalls stärker.

Wie stark beeinflusst das Frieren (Raynaud-Syndrom) deinen Alltag?

Tja, ich habe mir wohl die denkbar ungünstigsten Hobbies ausgesucht…

Es beeinflusst mich schon sehr. Einige Sachen kann ich schon gar nicht mehr machen. Ich wollte immer Bergführer werden. Der Zug ist abgefahren. Ich war früher recht viel beim Eisklettern, was so einfach nicht mehr geht. Mit dem Klettern im Sommer/Herbst ist es ähnlich, denn es reicht bereits, wenn der Fels ein wenig kalt ist. Es wird einfach gefährlich und da muss man abwägen, welches Risiko man eingehen möchte.

Hat das Raynaud-Syndrom Auswirkungen auf deine Karriere als Freeriderin?

Immens. Skifahren ist ALLES für mich, aber ich komme vermehrt an den Punkt, wo das Leiden schlichtweg zu groß wird. Der HOT.STX ist IMMER dabei, sowie beheizbare Socken. Ohne funktionelle Produkte könnte ich meinem Sport mit größter Wahrscheinlichkeit schon gar nicht mehr nachgehen – diese sind also jeden Cent wert!

Was machst du persönlich, um dich vor dem Raynaud-Syndrom zu schützen? Hast du Tipps?

Wie bereits gesagt, die beheizbaren Fäustlinge sind mein ständiger Begleiter. Zudem nutze ich Heizsocken. Zudem nutze ich eine Heizcreme für Finger und Füße. Ich schaue, dass ich stets genug Layer dabei habe und mich warm halte. Im Rucksack habe ich zusätzlich heißes Wasser oder Tee. Bei einem starken Anfall hilft in meinem Fall nur noch heißes Wasser oder Körperwärme, d.h., die Hände unter die Achseln zu stecken. Das dauert bei mir dann um die 1 Minute, bis mein Kreislauf wieder arbeitsfähig ist und ich klar denken kann. Bewegung und Armkreisen hilft bei mir leider nicht bzw. dauert zu lange, sodass der Kreislauf noch früher schlapp macht. Wahnsinnig wichtig ist es, sich warm zu halten und bei einem Anfall SCHNELL zu handeln. D.h.: „Nein, ich mache nicht noch einen Run“, sondern schaue gleich, dass ich die Durchblutung wieder anrege. Je länger der Anfall dauert, desto schwerer ist es, die Zirkulation wieder in Gang zu kriegen. Momentan experimentiere ich etwas mit dem Medikament „Niacin“, ich kann darüber noch wenig sagen.

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Fotocredits: Anne Wangler | Jochen Reiser | Lee Cohen
Video: ATTIC Film

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